
"Die Tür"
Ein Öffnen der Tür
nach Jahrzehnten die Blüte,
wuchs langsam mein Gesicht.
Wo die laute Angst war,
die den Vogel
verfolgte im Licht
und war doch der morgendliche Stempel
einer Hoffnung.
Wie die Sonne sinkt,
die Tage aus ihren Stirnen arbeiten
die Lüfte
überm Meer.
Grasbleichgrüne Erinnerung
Rauschen, Rauschen:
nicht immer sind es Sonnenfenster,
die sehen lassen,
die sehen lassen.
Ich kannte auch das Moor,
die schwarzen Vögel
am Horizont
die im Hof verweilen,
die in dunklen Zügen Zeichen setzen,
die sich luftig
verwandeln.
Und wie ich die Erinnerung kannte,
und die Tage,
Rechenperlenspiele,
und meergleich entströmender Regen,
die Lüfte überm Meer...
Grasbleichgrüne Erinnerung
Rauschen, Rauschen:
nicht immer sind es Sonnenfenster,
die sehen lassen,
die sehen lassen.
Und viele viele Fragen,
soviel Fragen,
die warf ich
in die Welt.
Honig und Dunkel,
die warf ich
in die Welt.
Ich sah die tote Taube fallen,
ein Obdachloser suchte Wein.
vor den unvollendeten Elternträumen
war schon Fortgehn da.
Grasbleichgrüne Erinnerung
Rauschen, Rauschen:
nicht immer sind es Sonnenfenster,
die sehen lassen,
die sehen lassen.
(c) Marion Violet